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歌手が昔の言い争いを理由に曲のタイトルを変更

Mit der Rechtschreibung ist das so eine Sache. Sie kann Kauderwelsch aus einfachen Sätzen zaubern, Aussagen verändern, zu Verwechslungen führen. Oder einen seit 15 Jahren andauernden Streit wieder einmal aus der Mottenkiste holen. Taylor Swift hat vor wenigen…

歌手が昔の言い争いを理由に曲のタイトルを変更

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2024-08-19 17:17:17

Mit der Rechtschreibung ist das so eine Sache. Sie kann Kauderwelsch aus einfachen Sätzen zaubern, Aussagen verändern, zu Verwechslungen führen. Oder einen seit 15 Jahren andauernden Streit wieder einmal aus der Mottenkiste holen. Taylor Swift hat vor wenigen Tagen zwei neue Versionen ihres Albums „The Tortured Poets Department“ veröffentlicht, die für 24 Stunden digital erhältlich waren; beide mit Bonusliedern, live aufgenommen auf der Eras-Tour. Nach Einschätzung vieler Fans hat sie den Titel eines der Lieder subtil genutzt, um Kanye West einen Seitenhieb zu verpassen.

In einem Mash-up ihrer Singles „Mean“ und „thanK you aIMee“ besingt Swift vorgeblich einen Highschool-Bully, einen Mobber aus der Schulzeit, der sie mental wie physisch zu Boden gebracht hat. Süffisant singt die Vierunddreißigjährige: „And so I changed your name and any real defining clues“. Sie habe den Namen des Mobbers geändert und alles, was auf seine wahre Identität hinweise. Aus den Großbuchstaben des Titels kann man „Kim“ heraus­lesen. Swift macht klar, sie ­habe „Aimee“ nicht vergeben, sie glaube auch nicht, dass diese sich geändert habe. Trotz allem sei sie, Swift, wie ein Phönix aus der Asche aufgestiegen und stolz darauf.

Eines der beiden kürzlich erschienenen Digitalalben enthält eine neue Version der Ode an Aimee. Aus dem Ursprungstitel wurde „thank You aimEe“, womöglich eine Anspielung auf den Rapper und ehemaligen Ehemann von Kim Kardashian, der seinen Namen vor einiger Zeit von ­Kanye in Ye hatte ­ändern lassen. Was ist der Grund der orthographischen Spielerei? Möglicherweise Kanye Wests Neuerscheinung „Vultures 2“. Auf der Platte erwähnt Rapkollege Lil Wayne als einer von vielen Gastauftritten Taylor Swift und ihren Lebens­ge­fährten Travis Kelce, Footballstar der Kansas City Chiefs.

Mit „Famous“ eskalierte die Situation

Der Streit zwischen dem Rapper und der Popmusikerin begann 2009, als West die Bühne der MTV Video Music Awards stürmte, der neunzehnjährigen Swift ihren Preis aus der Hand riss und verkündete, Beyoncé hätte ihn verdient. Die Medien arbeiteten sich in den Folgejahren an dem Vorfall ab, beide nahmen immer wieder Stellung zum Stand ihrer Beziehung. Die Lager schienen sich zu beruhigen, es kam zu keinem neuen Eklat.

West heiratete Kardashian, Swift wurde zum internationalen Superstar. Als West sein Stück „Famous“ veröffentlichte, eskalierte die Situation. Er glaube, Swift und er könnten immer noch Sex haben, schließlich habe er die „Bitch“ („die Schlampe“) erst berühmt gemacht. Im dazugehörigen Musikvideo ist eine nackte Wachsfigur zu sehen, die der Sängerin frappierend ähnlich sieht.

Taylor Swift wehrte sich öffentlich. Kim Kardashian veröffentlichte daraufhin ein Video, in dem Swift per Telefon scheinbar ihre Zustimmung zu den kontroversen Liedzeilen gab. Über Swift brach daraufhin monatelanges Cybermobbing herein, sie wurde eine „Schlange“ genannt – und verschwand zwischen 2016 und 2017 von der Bildfläche. Ihr folgendes Album „Reputation“ machte das Erlebte zum Thema. Dessen zentrales ästhetisches Symbol sind Schlangen.

Ein berüchtigter Anruf

Drei Jahre später kam eine längere Version des aufgezeichneten, mittlerweile berüchtigten Anrufs an die Öffentlichkeit. Wieder äußerten sich Kardashian und Swift. Erstere bestritt, jemals zu dem Thema gelogen oder das Video in der ersten Version geschnitten zu haben, Letztere warf ihr genau das vor und betonte, sie wolle sich zukünftig nicht mehr zu dem Narrativ äußern, von dem sie nie habe Teil sein wollen.

Öffentlich liegt der Konflikt brach. Kardashian wiegelt jede Reporterfrage dazu ab, den Streit habe sie hinter sich gelassen. Der erratische Kanye West fiel in den vergangenen Jahren vor allem durch anti­semitische Ausfälle auf. Swift redet offen über die schwierige Zeit, in der die Öffentlichkeit sie gecancelt habe und ihr Hass von allen Seiten entgegengeschlagen sei.

Da die Sängerin nur noch wenige Interviews gibt, bekommen diese in der Regel besonders viel Aufmerksamkeit, zuletzt, als das Magazin „Time“ sie im vergangenen Jahr zur „Person des Jahres“ ausrief. Mit der Veröffentlichung der digitalen Neuausgaben von „The Tortured Poets Department“ dürfte sie West noch auf andere Weise geärgert haben. „Vultures 2“ stieg nicht wie seine letzten elf Alben auf Platz eins der amerikanischen Billboard-Charts ein, den besetzte Swift. Zum 14. Mal seit dem 19. April, dem Erscheinungstag ihres aktuellen Albums.

Bis Ende des Jahres befindet sich die Sängerin auf ihrer The-Eras-Tour, bis diesen Dienstag gastiert sie noch im Londoner Wembley-Stadion. Die drei geplanten Konzerte in Wien mussten zuvor wegen Anschlagsplänen abgesagt werden. Seit dem 29. Juli kommt es in England, als ein Mann in Southport nach einem Taylor-Swift-Tanzkurs auf die teilnehmenden Mädchen und ihre Lehrerinnen einstach, zu großen ausländerfeind­lichen Unruhen. Bisher meldete die Polizei rund um die ­ersten drei Auftritte in Wembley allerdings keine Probleme.

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執筆者について: nipponese

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