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スポーツ射撃手ドリーン・ヴェネカンプの前で競争相手は震え上がる

Natürlich zählt die Weltschützin des Jahres trotz ihres schwachen Abschneidens mit der Luftpistole, als sie zu Beginn der Olympischen Spiele mit 572 Ringen lediglich 20. wurde, in ihrer Paradedisziplin Sportpistole zu den Favoritinnen. „Nach den Ergebnissen der letzten…

スポーツ射撃手ドリーン・ヴェネカンプの前で競争相手は震え上がる

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2024-08-02 05:07:53

Natürlich zählt die Weltschützin des Jahres trotz ihres schwachen Abschneidens mit der Luftpistole, als sie zu Beginn der Olympischen Spiele mit 572 Ringen lediglich 20. wurde, in ihrer Paradedisziplin Sportpistole zu den Favoritinnen. „Nach den Ergebnissen der letzten Jahre muss eine Medaille das Ziel sein“, sagt Doreen Vennekamp vor den entscheidenden Wettkämpfen an diesem Freitag (Qualifikation) und Samstag (Finale). Groß ihr Selbstvertrauen, nicht ganz so gewaltig ihre Vorfreude, denn die äußeren Voraussetzungen für Schützinnen und Schützen sind freudloser als für die anderen Sportler.

Statt in Paris bestreiten sie ihre Wettkämpfe 270 Kilometer südlich in Châteauroux – im Leistungszentrum des französischen Verbandes. „Das ist sehr schade“, findet sie. Es gibt in Châteauroux, der Heimatstadt des Schauspielers Gérard Depardieu, weder einen Ableger des olympischen Dorfes noch andere Wettkämpfe, die für Abwechslung sorgen könnten. Die Athletinnen und Athleten wohnen in Hotels und begegnen lediglich anderen Schützen – wie bei einem schnöden Weltcup.

„Wie ein Durchbruch“

Doch Vennekamp hat diese enttäuschenden Begleiterscheinungen für sich schnell umgewidmet: „Ich glaube, dass es mental ein Vorteil ist, dass wir ein bisschen ruhiger liegen als die anderen.“ Volle Fokussierung also auf den eigenen Sport. „Die Umstände sind Nebensache, das habe ich in Tokio gelernt“, sagt die Sportsoldatin.

Mit dem Vorstoß ins Finale und Platz sieben bei den Corona-Spielen in Japan war sie zufrieden; ein Jahr nach ihrem Olympiadebüt startete sie mit dem Gewinn der Europameisterschaft im polnischen Breslau 2022 eine imponierende Erfolgsserie. „Es war wie ein Durchbruch“, sagt Vennekamp. „Seit der EM habe ich andere Ziele, habe meine Technik hinterfragt und verbessert und will es seitdem auch auf der großen Bühne beweisen.“

In jedem Wettkampf schaffte es die Sportpistolenschützin ins Finale der besten acht, holte Sieg um Sieg, zum Beispiel bei den Weltcups in Bhopal und Kairo. Höhepunkt ihrer Karriere war im Sommer 2023 ihr Sieg bei der Weltmeisterschaft in Aserbaidschan, der erste Titel für den Deutschen Schützenbund in einer olympischen Disziplin seit neun Jahren. Wenn Doreen Vennekamp ein Finale erreicht, hat die Konkurrenz Hochachtung vor ihr.

Aber auch die 29 Jahre alte Hessin hat Respekt vor den „üblichen Verdächtigen. Asien ist stark vertreten durch China, Korea und Indien.“ Außerdem rechnet sie mit der Französin Camille Jedrzejewski, die den letzten vorolympischen Weltcupin München vor Vennekamp gewann. Beide sind befreundet, schießen in der Bundesliga für die Schützengilde Waldenburg. Auch üben die Sportlerinnen gelegentlich gemeinsam. „Wir haben zweimal mit den Französinnen in Châteauroux trainieren können“, sagt Vennekamp.

„Das Training wird dann geheim“

So haben sie die Olympia-Anlage in der 42.000-Einwohner-Stadt kennengelernt, ein seltenes Zeichen für ökologische Vernunft im Internationalen Olympischen Komitee. Es wurde diesmal darauf verzichtet, in oder um Paris für viel Geld neu zu bauen, denn der Bedarf an solchen Schießzentren ist übersichtlich: In Deutschland gibt es davon nur zwei in München und Suhl, wo übrigens die Französinnen auch einmal zum Gegenbesuch waren.

Das ist in diesem Sport nichts Außergewöhnliches. 2016 gab es bei den Männern eine französisch-italienisch-deutsche Trainingsgruppe mit der Schnellfeuerpistole, aus der drei bei den Spielen in Rio de Janeiro im Finale standen. Christian Reitz gewann Gold, Jean Quiquampoix Silber, Riccardo Mazzetti wurde Sechster.

Unmittelbar vor den Spielen ruht die internationale Freundschaft. „Das Training wird dann geheim“, sagt Sportsoldatin Vennekamp, Oberfeldwebel bei der Bundeswehr, die überwiegend mit Josephin Eder und Robin Walter im Bundeszentrum des Deutschen Schützenbundes in Wiesbaden an ihrer Form arbeitet. „Training unter Laborbedingungen“, nennt sie es. „Neun Kameras, dazu eine Messplatte und Sensoren überall am Sportler und an der Waffe. Es wird ein Feintuning auf allerhöchstem Niveau.“

Passionierte Jägerin

Im Schießen spielt Athletik eine untergeordnete Rolle, dafür sind die mentalen Voraussetzungen sehr hoch. Zu Vennekamps Olympiavorbereitung gehörten deshalb keine Höhentrainingslager oder Ähnliches, lieber entspannte sie im Wald nahe ihrem kleinen Heimatort Ronneburg in Hessen. Die passionierte Jägerin hat im Revier ihres Vaters Aufgaben auch in der Tierpflege. „Gestern noch habe ich eine Stunde lang Rehkitze beim Spielen beobachtet“, berichtet sie beim letzten Gespräch. „Das ist wie eine Naturdoku, nur halt in der Realität.“

Entkrampft und ausgeglichen will sie den Wettkampf in ihrer Spezialdisziplin Sportpistole in Châteauroux gestalten, „nicht so kritisch wie letztes Mal“ in Tokio. Sie „habe nicht vor, es wieder so spannend werden zu lassen“. 2021 war Doreen Vennekamp im ersten Teil der Qualifikation fast schon ausgeschieden, im sogenannten Präzisionsteil brachte sie trotz des Vorteils, in Ruhe zielen zu können, 13 der dreißig Schüsse nicht in die Zehn im Zentrum.

Mit 299 von 300 Ringen im Duell-Modus, in dem auch die Finals geschossen werden, kam sie gerade noch in den Endkampf. Die Weltranglistenerste ist unter Zeitdruck noch stärker. Beim Duell werden binnen 43 Sekunden fünf Schüsse abgefeuert, die etwas größere Zielfläche (als bei der Präzision) ist jeweils drei Sekunden offen und sieben Sekunden verdeckt.

Zur angestrebten Verbesserung ihres Olympiaresultats ist die Auszeichnung als Weltschützin 2023 ein großartiges Omen. Als Letzter aus Deutschland erfuhr 2013 Henri Junghänel diese Ehre – und er wurde danach in Rio Olympiasieger.

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執筆者について: nipponese

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