1735147768
2024-12-25 17:28:00
Bei der traditionellen Christmette im Freiburger Münster kam es am Heiligabend bei vollbesetztem Haus zum Eklat. Nach einem Lied der Domsingknaben brandete demonstrativ minutenlanger Applaus auf – eine Solidaritätsbekundung für den langjährigen Domkapellmeister Boris Böhmann. Die Kirche hatte dem 60-Jährigen zu Ende Februar 2025 ohne Nennung von Gründen gekündigt.
Wie die „Badische Zeitung“ berichtet, verteilten Unterstützer Böhmanns bereits vor Beginn des Gottesdienstes Flugblätter mit einem QR-Code, der zu einer Petition für den Verbleib des Domkapellmeisters führt. Die Forderung: Die sofortige Rücknahme der Kündigung. Als Erzbischof Stephan Burger den Schlusssegen erteilen wollte, wurde er nach Angaben der Zeitung ausgelacht. Zudem sollen Rufe und Sprechchöre für Böhmann ertönt sein, begleitet von weiterem Applaus.
Kündigung sei „ultima ratio“
Auch der Kirchensender k-tv reagierte auf die Vorfälle: Laut einem Bericht der „Bild“ unterbrach der Sender die Live-Übertragung mit der Begründung, es habe eine „mutwillige Störung des Gottesdienstes“ gegeben. Auch das Erzbistum äußerte sich am Mittwoch zu dem Vorfall und teilte mit: „Aus Bistumssicht war das eine mutwillige Störung.“
Die von Boris Böhmann geleiteten vier Chöre des Doms kämpfen vehement für den Verbleib ihres Leiters. Mitglieder und Eltern kritisierten, dass die Entscheidung zur Kündigung ohne ihre Einbeziehung getroffen wurde. Die Erzdiözese Freiburg verteidigte die Kündigung jedoch als „ultima ratio“, wie Weihbischof Peter Birkhofer der F.A.Z erklärt hatte. Es habe über Jahre Konflikte in der Domsingschule gegeben, und mehrere Schlichtungsversuche seien gescheitert. Dennoch wurden Details zur Entscheidung unter Berufung auf den Datenschutz nicht öffentlich gemacht.
Laut einem Sprecher der Erzdiözese sei die Kündigung das Ergebnis einer langen Vorgeschichte. Es wurde jedoch klargestellt, dass die Entscheidung nicht mit strafrechtlichen Vorwürfen wie sexuellem Missbrauch in Verbindung stehe. Ein Arbeitsgericht hatte eine Klage Böhmanns gegen die Kündigung abgewiesen, jedoch ist der Richterspruch noch nicht rechtskräftig.
大聖堂楽長の支持者らがさらなる抗議活動を計画している一方で、大司教区は状況の沈静化に努めている。広報担当のマーク・ムドラック氏は声明で、影響を受けた合唱団員や保護者との対話を求めていると「フォーカス」に語った。同時に、大司教区は「公の議論における偏見」を遺憾に思い、必要に応じてこの決定を擁護した。 「大聖堂の歌学校では数多くの衝突があった。何度も調停が試みられたが、いずれも失敗に終わった。したがって、ドンファブリクフォン夫妻は最終的に大聖堂の音楽監督を解任するという難しい決断を下さなければならなかった。誰にとっても簡単な決断ではなかったが、それは最後の手段だった。」
長年務めた合唱団長の解任が大聖堂音楽界に動揺を招いたのは理解できる。しかし、データ保護とプライバシー保護のため、理由は明らかにできなかった。 「しかし、解雇の背景については、すでにいくつかの労働裁判所の手続きで議論されています。」
#フライブルク大聖堂のクリスマスミサで大騒ぎバンドマスター向けデモ