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スマートフォンは若者の気分を改善する

Es sind zwei beunruhigende Entwicklungen: Seit der Einführung des iPhones vor 15 Jahren nutzen fast alle Jugendlichen, nämlich 95 Prozent, ein Smartphone. Gleichzeitig ist der Anteil an jungen Menschen, die unter Depressionen leiden, sich selbst verletzen oder gar…

スマートフォンは若者の気分を改善する

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2024-05-30 06:16:24

Es sind zwei beunruhigende Entwicklungen: Seit der Einführung des iPhones vor 15 Jahren nutzen fast alle Jugendlichen, nämlich 95 Prozent, ein Smartphone. Gleichzeitig ist der Anteil an jungen Menschen, die unter Depressionen leiden, sich selbst verletzen oder gar Suizid begehen stark gestiegen.

Diese Zahlen gelten für die Vereinigten Staaten, aber auch andernorts fragen sich Eltern und Experten: Hängen diese Entwicklungen zusammen? Schadet das Smartphone Kindern und Jugendlichen?

Studienlage zu Smartphones und Kindern nicht eindeutig

Allein aus der gleichzeitigen Zunahme von psychischen Problemen und der Nutzung von Smartphones lassen sich noch keine Schlüsse ziehen. Es könnte reiner Zufall sein. Die Studienlage bietet ebenfalls keine einfache Antwort. Manche Übersichtsarbeiten bescheinigen dem Handy einen schwachen negativen Effekt, während andere zu gar keinem eindeutigen Ergebnis kommen. Auch die Jugendlichen selbst scheinen gespalten: Während 24 Prozent von ihnen in einer Umfrage angaben, digitale Meiden hätten vor allem negative Auswirkungen auf ihr Leben, hielten 31 Prozent Smartphones für eine positive Entwicklung.

Eine Forscherin und ein Forscher von der University of Wisconsin wollten etwas mehr Klarheit schaffen und haben dafür eine vergleichsweise aufwendige Methode gewählt. Sie fanden 253 Smartphone-Nutzer im Alter von zwölf bis 17 Jahren, denen sie im Verlauf von sechs Tagen 30 Nachrichten schickten. Sobald die Nachricht kam, sollten die Teenager antworten, ob und wie lange sie gerade das Handy verwendeten. Außerdem sollten sie ihre aktuelle Stimmung bewerten sowie angeben, wie sie sich gefühlt hatten, bevor sie das Smartphone in die Hand nahmen.

Je länger die Kinder und Jugendlichen ihr Handy nutzten, desto besser die Stimmung

Das Ergebnis mag auf den ersten Blick überraschen. Mit der Smartphone-Nutzung ging eine Verbesserung der Stimmung einher. Mehr noch: Je länger die Kinder und Jugendlichen ihr Handy nutzten, desto besser fühlten sie sich.

Hierin liegt eine Gefahr. Wie die Studienautoren im Magazin „Plos One“ schreiben, könnte das darauf hindeuten, dass die Jugendlichen das Smartphone gezielt nutzen, um ihre Stimmung zu verbessern – ein Verhalten, das potenziell zur Sucht führen könnte.

Das Smartphone als süchtig machender Stimmungsaufheller? An der Studie nicht beteiligte Experten bewerten die Methode der Forscher als prinzipiell solide. Ein Vorteil sei, dass die Jugendlichen direkt gefragt wurden, während sie das Smartphone verwendeten. Das vermindere Verzerrungen, wie sie klassischen Befragungen mit sich brächten, bei denen die Teilnehmer sich über längere Zeiträume zurückerinnern müssen.

„Eine wirkliche Veränderung der Stimmung kann die Studie nicht nachweisen.“

Doch auch bei einer direkten Befragung kann es zu Verzerrungen kommen, wie der Kommunikationswissenschaftler Adrian Meier von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zu Bedenken gibt. So könne beispielsweise das aktuelle Befinden die Angabe zur vorherigen Stimmung beeinträchtigen. „Eine wirkliche Veränderung der Stimmung kann die Studie nicht nachweisen“, urteilt er.

Zudem weist er auf die Selbstauskunft zur Dauer der Nutzung hin. „Wir wissen etwa, dass Stimmungen Einfluss auf die Wahrnehmung der Zeit haben“, sagt der Experte. Die Stichprobe für die Umfrage bezeichnet er als „willkürlich gezogen und zusammengesetzt“. Daher sei es nicht zulässig, die konkreten Ergebnisse auf andere Jugendliche zu verallgemeinern – vor allem nicht auf Jugendliche in Deutschland.

Aber zumindest deckten sich die Ergebnisse mit Studien aus europäischen Ländern, die ebenfalls eine kurzfristige Verbesserung der Stimmung durch die Nutzung von Smartphones bei Jugendlichen belegt haben. Fachleute sprechen hier von „Mood Management“ – also der erlernten Stimmungsregulierung durch Mediennutzung.

Die Wirkung des Smartphones hängt vom Kontext ab

Nur, um welche Art von Mediennutzung geht es wirklich? Hierüber gebe die Studie keine Auskunft, sagt Anne-Linda Camerini, Biomedizinerin an der Universität der italienischen Schweiz. Es liegen keine Daten dazu vor, welche Apps, Funktionen oder Inhalte die Studienteilnehmern nutzten.

Die Wirkung des Smartphones auf die Psyche hängt eben vom Kontext ab. Denn es gibt durchaus gut belegte positive Aspekte, betont Kathrin Karsay von der Universität Wien: Wenn Jugendliche das Smartphone gemeinsam nutzen und sich zusammen etwa Videos anschauen, würde das mit einer höheren wahrgenommenen Freundschaftsqualität in Verbindung gebracht. Außerdem erlaubt das Smartphone den Zugang zu Gleichgesinnten. „Insbesondere für marginalisierte Gruppen bieten digitale Medien die bedeutsame Möglichkeit, sich auszutauschen und Probleme zu besprechen“, sagt die Expertin. Doch inwiefern solche Effekte eine Rolle gespielt haben, ist bei der aktuellen Studie unklar.

Grundsätzlich ist eine kurzfristige Stimmungsaufhellung kein Grund zur Sorge

Alle diese Einschränkungen muss man im Kopf behalten, wenn man über die Bedeutung der Ergebnisse nachdenkt. Kommunikationswissenschaftler Meier sagt, dass die Nutzung des Smartphones zur Stimmungsaufhellung durchaus „dysfunktional werden“ könne. „Dann nämlich, wenn ich lösbare Probleme und Herausforderungen nicht mehr angehe, sondern vorwiegend vermeide“, erklärt er.

Grundsätzlich sei eine kurzfristige Stimmungsaufhellung aber kein Grund zur Sorge, sagt der Experte und vergleicht es mit dem Ansehen einer Serie oder eines Films, um sich nach einem anstrengenden Tag zu entspannen: „Das tun jeden Tag Millionen Menschen in Deutschland und die wenigsten würden das per se als ‚Mediensucht‘ bezeichnen.“ Zwar seien die Mediennutzungsgewohnheiten der jungen Menschen anders (sie „greifen zur Stimmungsregulation eben eher zu TikTok und Instagram als zur ARD-Mediathek“), daraus folge aber noch kein problematisches Suchtverhalten.

Anne-Linda Camerini verweist auf eine Wissenslücke. Andere Arbeiten hätten darauf hingewiesen, dass die Stimmungsverbesserung ihrerseits dazu führe, dass Jugendliche das Smartphone noch stärker nutzen – ein Teufelskreis, allerdings kein gut belegter, denn die bisher beobachteten Effekte lassen keine Aussagen zur Wirkung über längere Zeiträume zu. Das sei auch bei der aktuellen Studie der Fall.

Somit liefert auch sie keine eindeutigen Antworten, sondern ist lediglich ein weiteres Indiz in der komplizierten Einschätzung, wie Smartphones sich tatsächlich auf die Psyche junger Menschen auswirken. Adrian Meier sagt: „Ehrlicherweise sehe ich selbst keine wesentlichen Vorteile durch die Smartphone-Nutzung bei Kindern. Ich rate von eigenen Geräten in der Kindheit ab.“ Bei Jugendlichen sei es komplizierter. Bei ihnen, so der Kommunikationswissenschaftler, gelte festzuhalten, „dass das Smartphone mit seinen ganzen Kanälen einen Bestandteil der jugendlichen Popkultur darstellt“.

#スマートフォンは若者の気分を改善する

執筆者について: nipponese

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