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2024-05-13 18:22:07
Die Pressekonferenz im türkischen Präsidentenpalast schien eigentlich schon vorbei zu sein, als Präsident Recep Tayyip Erdoğan sich am Montag noch einmal zu Wort meldete, um dem griechischen Ministerpräsidenten vehement zu widersprechen. Er sei überhaupt nicht der Meinung von Kyriakos Mitsotakis, dass die Hamas eine Terrororganisation sei. „Sie ist im Gegenteil eine Widerstandsorganisation, die ihr Territorium seit 1947 schützt.“
Das hatte Erdoğan in der Vergangenheit schon einmal gesagt. Doch was dann folgte, war neu: „In meinem Land werden derzeit mehr als tausend Mitglieder der Hamas in unseren Krankenhäusern behandelt.” Es blieb nicht das einzige Thema, bei dem sich beide uneins waren.
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Mitsotakis: „Erschütternde Entwicklung“
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Mitsotakis war am Nachmittag zu seinem ersten Türkeibesuch seit fünf Jahren eingetroffen. Es war außerdem das erste Treffen, seit beide Seiten sich im Dezember in Athen auf einen Annäherungsprozess verständigt hatten. Nach Jahren der Spannungen, die zwischenzeitlich einen militärischen Konflikt denkbar erscheinen ließen, hatten sie sich auf eine „Positivagenda“ geeinigt, die die Streitfragen zu Hoheitsgebieten, Gasvorkommen und Zypern ausklammert.
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Nach dem Gespräch in Ankara sagte Mitsotakis: „Trotz unserer Uneinigkeiten sind wir offen für Kooperation.“ Auch Erdoğan äußerte: „Die Gesprächskanäle werden offen gehalten.“ Jenseits der Gründung eines „Gemeinsamen Wirtschaftsrats“ wurden allerdings keine weiteren vertrauensbildenden Maßnahmen verkündet. Es wurden lediglich Absichtserklärungen in den Bereichen Katastrophenschutz, Handel und Gesundheit unterzeichnet.
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Der türkische Präsident bezeichnete die Gespräche als „offen und konstruktiv“ und deutete damit an, dass nicht nur freundliche Worte gefallen waren. So äußerte Mitsotakis Kritik daran, dass die frühere byzantinische Chora-Kirche, die zwischen 1511 und 1945 als Moschee diente und zuletzt ein Museum war, vor einer Woche wieder als Moschee eröffnet wurde. Das sei eine „erschütternde Entwicklung“, sagte er. Mehrere griechische Oppositionsparteien hatten deswegen eine Absage des Besuchs gefordert.
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Zugleich nannte Mitsotakis den türkischen Präsidenten seinen „lieben Freund“ und bescheinigte der Türkei „positive Schritte“ bei der Bekämpfung von Schleuserkriminalität. Zum Thema Hamas sagte er: „Wenn Sie wollen, können wir uns einigen, dass wir uneins sind.“
#アンカラのミツォタキス氏トゥルキエがハマスメンバーの世話をする