日本語版
最新ニュース
企業

全樹種の3分の1が影響を受ける

Stellen Sie sich einen Baum vor. Er steht auf einer Insel, über dem Abhang. Unten tost das Meer. Der Baum hat saftige, dunkelgrüne Blätter, er erinnert ein wenig an einen großen Gummibaum. Die Insel, auf der es diesen…

全樹種の3分の1が影響を受ける

1730821561
2024-11-05 14:51:00

Stellen Sie sich einen Baum vor. Er steht auf einer Insel, über dem Abhang. Unten tost das Meer. Der Baum hat saftige, dunkelgrüne Blätter, er erinnert ein wenig an einen großen Gummibaum. Die Insel, auf der es diesen Baum gibt, gehört zu den Three Kings Islands, den Dreikönigsinseln. Sie liegen etwa 50 Kilometer vor der Nordküste Neuseelands. Einsam ist es hier. Doch noch einsamer wird es, wenn man weiß, dass dieser Kaikomako-Baum der letzte seiner Art ist. Ein weiblicher Baum, für den es keinen Partner mehr gibt.

Im Jahr 1945 hatte Geoff Baylis, ein 2003 verstorbener Botaniker und Pflanzenpathologe von der University of Otago, diese Art auf den Dreikönigsinseln entdeckt, er benannte sie auf Lateinisch Pennantia baylisiana. Auf Maōri heißt er kaikōmako manawatāwhi. Schon damals gab es nicht viele von ihnen, und Baylis war bereits bei der Entdeckung der Art klar, wie gefährdet sie war. Also diskutierte er mit einem befreundeten Botaniker darüber, wie man die Spezies retten könnte. Die beiden einigten sich auf eine merkwürdig klingende Strategie: Es sei am besten, einen der vier Stämme des letzten Kaikomako einfach abzusägen. Erstaunlich, aber wahr: Ihr Plan ging auf. Schon im nächsten Jahr sprossen neue Triebe am gefällten Stamm.

Diese Nachkömmlinge des einsamsten Baums brachte Baylis in Sicherheit. Sie leben heute gut behütet in zwei botanischen Gärten in Neuseeland. Für die Art ist dies allerdings nur eine mittelmäßig gute Nachricht: Denn alle diese Nachkommen sind Klone von dem alten, einsamen Kaikomako auf der Dreikönigsinsel. Die genetische Vielfalt ist somit überschaubar – die Art weiterhin stark bedroht.

Die Dinosaurier überlebt, den Menschen nicht

Und damit teilt der Baum das Schicksal von 38 Prozent der gut 47.000 heute lebenden Baumarten: Sie alle sind gefährdet und stehen auf der gerade aktualisierten Roten Liste der Internationalen Naturschutzorganisation IUCN. Vor allem Baumarten, die wie der Kaikomako nur auf einzelnen Inseln vorkommen, geht es demnach sehr schlecht. Sie sind durch Städtebau, Landwirtschaft, invasive Arten und den Klimawandel mit seinen häufiger werdenden und stärkeren Stürmen und dem steigenden Meeresspiegel bedroht.

Charlotte Wagner

Auch Wood’s Cycad ist stark bedroht. Es handelt sich dabei um ein Gewächs, das in grauer Dinosauriervorzeit eine der am weitesten verbreiteten Baumarten war. John Medley Wood, ein südafrikanischer Botaniker, hatte diese Art 1895 entdeckt, er benannte sie erst anders, mittlerweile – nach einigem, für Botaniker typischen Bestimmungs-Hin-und-Her – wurde er aber im lateinischen Namen der Pflanze verewigt: Encephalartos woodii. Es handelt sich um einen Brotpalmfarn, der Gattungsname Encephalartos bedeutet so viel wie „Brot im Kopf“. Das hat nichts damit zu tun, dass der Baumfarn so dumm ist wie Brot – sondern dass seine Früchte als Stärkelieferant, also wie Brot, verwendet wurden. Auch Wood’s Cycad gilt als sehr, sehr einsamer Baum – diese Art ist sogar noch schlimmer dran als der Three-Kings-Kaikomako. Denn sie ist seit 1964 in der Wildnis ausgerottet.

Wie manche Tierarten als Reservepopulationen im Zoo gehalten werden müssen, weil es in der Natur keinen Lebensraum mehr für sie gibt, existieren manche Bäume nur noch, weil der Mensch sie irgendwann in seine Obhut genommen hat. Ableger des letzten Encephalartos woodii leben nur noch in Kew Gardens in Großbritannien und in botanischen Gärten in Südafrika und Irland. Das Schicksal der beiden Bäume teilen viele Arten. Zeit, ihnen zu einer geselligeren Zukunft zu verhelfen.

#全樹種の3分の1が影響を受ける

執筆者について: nipponese

Nipponese News編集部は、国内外のニュースを日本語で分かりやすくお届けします。