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オリンピック2024:ドイツがハンドボールでスウェーデンに30:27で勝利

Wo immer die deutschen Handballmänner dieser Tage erscheinen, bekommen sie Beifall. Erst Applaus am Mittwoch bei der Ankunft im olympischen Dorf, dann zwei Tage später, als das Team kurz vor der offiziellen Eröffnungsfeier auf der Bühne des Deutschen…

オリンピック2024:ドイツがハンドボールでスウェーデンに30:27で勝利

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2024-07-27 21:09:51

Wo immer die deutschen Handballmänner dieser Tage erscheinen, bekommen sie Beifall. Erst Applaus am Mittwoch bei der Ankunft im olympischen Dorf, dann zwei Tage später, als das Team kurz vor der offiziellen Eröffnungsfeier auf der Bühne des Deutschen Hauses erschien und drei Spieler auf die Bühne gebeten wurden.

Am Samstagabend, als es in der Pariser Arena Süd auf dem für die meisten Spieler ungewohnten olympischen Parkett ernst wurde, verdiente sich die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) den größten Applaus. Mit einem 30:27-Erfolg gegen Schweden startete sie ins Turnier und brachte sich auf Anhieb in eine vielversprechende Position, um die Sechsergruppe erfolgreich abzuschließen und ins Viertelfinale einzuziehen. Ganz nebenbei beendeten die Deutschen eine schwarze Serie gegen ihren Angstgegner.

Der Sieg am Samstagabend war der erste gegen Schweden seit 2016 bei den Sommerspielen in Rio – damals gewann das DHB-Team die Bronzemedaille. Vielleicht eignete sich auch die deutsche Tennislegende Boris Becker, die auf der Tribüne in der Halle 6 die Daumen drückte, als Glückbringer für die harten Männer.

Auch Torwart Andreas Wollf erinnerte sich nach dem Spiel gerne zurück an die Spiele in Brasilien vor acht Jahren. „Es tut gut, dass wir endlich mal einen Großen geschlagen haben. Die Mannschaft hat über 60 Minuten einen fantastischen Job gemacht und sehr konstant gespielt. Wir haben gegen Schweden zum zweiten Mal das Auftaktspiel bei Olympia gehabt und zum zweiten Mal gewonnen. 2016 gab es am Ende Bronze, gegen eine Medaille hätte ich auch dieses Mal nichts einzuwenden“, sagte Wolff nach dem Traumstart.

Glanzparaden hüben wie drüben

Das Bemerkenswerteste war, dass das junge deutsche Team von Bundestrainer Alfred Gislason vielen Widrigkeiten trotzte. Für die DHB-Auswahl kam’s schnell dicke: Nach einer Viertelstunde musste es bereits auf zwei wichtige Spieler verzichten. Nach zwei Minuten humpelte Tim Hornke, der einzige gelernte Rechtsaußen im deutschen Kader, vom Parkett. Eine kurze Behandlung am linken Bein half nichts. Hornke verließ hängenden Kopfes die Halle, Allrounder Christoph Steinert rückte auf seine Position.

 „Der Arzt hat gesagt, es scheint ein Sehnenanriss unter der Fußsohle zu sein. Ganz sicher sind wir uns nicht, das wissen wir erst nach einer MRT-Untersuchung“, berichtete Bundestrainer Alfred Gislason nach Abpfiff. Damit droht Hornke für das restliche olympische Turnier auszufallen.

Nach einer Viertelstunde der nächste Ausfall, diesmal allerdings selbstverschuldet. Spielmacher Juri Knorr stieg allzu hart gegen den Schweden Albin Lagergren ein und bekam dafür vom Schiedsrichtergespann nach Videobeweis die Rote Karte vorgehalten. Der deutsche 14-Mann-Kader war plötzlich zum spielenden Dutzend geschrumpft, das sich nun angeleitet von Spielmacher Luca Witzke den robusten Schweden entgegenstellen musste.

„Wenn so etwas passiert, wächst du über dich hinaus“, sagte Lukas Mertens nach der Partie mit Blick auf die Verletzung Hornkes und die Rote für Knorr. Über sich hinaus wuchs bis aber vor allem einer. Denn dass die DHB-Auswahl mit einer 12:11-Führung in die Pause ging, hatte sie vor allem Wolff zu verdanken. Der Torhüter, Bronzemedaillengewinner von Rio 2016 und bei seinen dritten Sommerspielen aktiv, parierte so, als wollte er sich schon als kommender Man of the Match positionieren. In der ersten Halbzeit wehrte der 33 Jahre alte Keeper, der in der Bundesliga demnächst für den THW Kiel aktiv sein wird, fast jeden zweiten Wurf ab, der auf sein Tor kam. Sein schwedischer Gegenüber Andreas Palicka stand Wolffs Leistung in fast nichts nach.

Party auf den Rängen, Tore auf der Platte

Die Glanzparaden hüben wie drüben führten dazu, dass es nach neun Minuten einen Zwischenstand gab, der zu diesem Zeitpunkt nicht oft im Handball vorkommt – 1:1. Danach erarbeiten sich die Deutschen zwischenzeitlich einen Zweitorevorsprung, vor allem weil Golla ein ums andere Mal vom Kreis traf. Der Kapitän wurde mit seinen letztlich fünf Toren quasi zum „Golla-Getter“. Übertroffen wurde er nur von Renars Uscins mit seinen acht Treffern.

Der Start in die zweite Halbzeit war das komplette Gegenteil von jenem ins Spiel. Fast jeder Schuss ein Treffer, ein Tor jagte das nächste. Dass der Großteil der fast 6000 Zuschauer aus vollen Kehlen „Allez les Bleus“ und die „Marseillaise“ anstimmten und für olympischen Budenzauber sorgten, hatte aber nichts mit dem Spielgeschehen zu tun. Die Franzosen, die sich die Plätze vor allem für den danach folgenden Handballkracher zwischen ihrem Heimteam und Dänemark gesichert hatten, feierten die frohe Botschaft vom Olympiagold ihres Rugbyteams. Zugleich brachte sich das Publikum in Stimmung für die heiß ersehnte Auftaktbegegnung zwischen dem dreimaligen Olympiasieger und aktuellen Europameister Frankreich mit dem Weltmeister aus Skandinavien.

Wem das Hören verging, konnte auf dem Spielfeld Bemerkenswertes sehen. Der dezimierte deutsche Kader, für seine Einbrüche gegen Topteams ebenso bekannt und berüchtigt, hielt mit einer starken Abwehrleistung und erfolgreichen Abschlüssen die Schweden auf Abstand. Vier Tore betrug der Vorsprung in der 54. Minute (28:24). Dass am Ende ein Sieg mit drei heraussprang, konnte die erste Pariser Fete der deutschen Handballmänner nicht stören.

#オリンピック2024ドイツがハンドボールでスウェーデンに3027で勝利

執筆者について: nipponese

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