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これはイタリアの都市が殺到する観光客と戦うために行っていることです

In Florenz ist der Aufstand ausgebrochen. Zur Verteidigung der Heimat. Die Guerilla schlägt im Schutz der Dunkelheit zu. Mit rotem Klebestreifen. Den bringen die Freischärler kreuzweise auf den Kästchen an, in welchen Vermieter von Ferienwohnungen die Schlüssel für…

これはイタリアの都市が殺到する観光客と戦うために行っていることです

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2024-11-12 19:54:00

In Florenz ist der Aufstand ausgebrochen. Zur Verteidigung der Heimat. Die Guerilla schlägt im Schutz der Dunkelheit zu. Mit rotem Klebestreifen. Den bringen die Freischärler kreuzweise auf den Kästchen an, in welchen Vermieter von Ferienwohnungen die Schlüssel für ihre Kurzzeitkundschaft aus aller Welt deponieren. „Salviamo Firenze x viverci“ steht auf dem Warnkreuz auf der Lockbox: Lasst uns Florenz retten, um dort zu leben. Denn während immer mehr Touristen in die italienischen „Città d’arte“ strömen – von Florenz und Rom über Venedig und Neapel bis Cinque Terre und Positano –, wird das Leben dort für die Einheimischen unerträglich und vor allem unerschwinglich.

Es ist kein Zufall, dass die Protestaktion, die im ganzen Land Widerhall findet, gerade jetzt und gerade in Florenz begonnen hat. In diesem Jahr hat Italien den Vorsitz der G7-Gruppe der größten westlichen Industriestaaten, und für das Treffen der G7-Tourismusminister vom 13. bis 15. November hat Rom als Tagungsort die Hauptstadt der Toskana ausgewählt. Zur Vorbereitung des Regierungstreffens sind in der vergangenen Woche in Florenz Vertreter der Fremdenverkehrswirtschaft und Fachleute zum „Internationalen Tourismusforum“ zusammengekommen.

Organisatorin und Schirmherrin der Konferenz war Tourismusministerin Daniela Santanchè, die auch Gastgeberin des G7-Treffens ist. In ihrer Rede bei dem Forum bekräftigte Santanchè die Fremdenverkehrsstrategie der Regierung: weiteres Wachstum und die Verteilung der Besucherströme möglichst über das ganze Jahr und das ganze Land statt Verbote und Einschränkungen in der Hochsaison und an den einschlägigen Hotspots. „Nach der Erfahrung der Pandemie, als kaum eine Menschenseele unser Land besucht hat, ist das abfällige Reden vom ,overtourism‘ so etwas wie Blasphemie“, sagte die Ministerin.

Nach der Pandemie kamen die Besucher zurück

Das Jahr 2023, das erste nach der Pandemie ohne Schutzmaßnahmen, hatte Italien einen Besucherrekord beschert. Rund 134 Millionen Ankünfte von in- und ausländischen Besuchern wurden laut Statistikbehörde ISTAT registriert, mit kumuliert 451 Millionen Übernachtungen in Hotels, Pensionen und – in wachsender Zahl – in privat vermieteten Ferienunterkünften. Dank Ausgaben in Höhe von 155 Milliarden Euro und einer Wertschöpfung von 368 Milliarden Euro hat der Fremdenverkehr 2023 einen Anteil von rund 18 Prozent an der Wirtschaftskraft Italiens erreicht.

Auch für dieses Jahr rechnet die Fremdenverkehrswirtschaft mit guten Ergebnissen. Der leichte Rückgang beim Inlandstourismus – namentlich wegen der erhöhten Teuerungsrate – wurde durch die abermals wachsende Zahl der Besucher aus dem Ausland mehr als kompensiert. Und das von der katholischen Kirche ausgerufene Heilige Jahr 2025 wird die Zahl der Besucher im kommenden Jahr nicht nur in der Ewigen Stadt auf bis zu 32 Millionen in die Höhe schrauben, sondern den Fremdenverkehr im ganzen Land beflügeln, weil viele Pilger – zumal die aus dem Ausland – neben Rom auch andere Städte besuchen werden.

Rund 15.000 Ferienwohnungen in Florenz verfügbar

Zum Beispiel Florenz. Die Stadt am Arno liegt mit jährlich rund 7,4 Millionen Besuchern nach Rom, Venedig und Mailand auf dem vierten Rang der meistbesuchten Städte des Landes. Die Zahl der über einschlägige Webseiten wie Booking oder Airbnb vermieteten Ferienwohnungen ist seit dem Ende der Pandemie in Florenz abermals stark gestiegen: auf jetzt rund 15.000, von denen sich gut 8.000 im „centro storico“ befinden, der historischen Innenstadt, die seit 1982 zum Weltkulturerbe gehört.

Beim ersten Einsatz konnten die Aktivisten von „Salviamo Firenze“ immerhin gut 500 Schlüsselkasten im „centro storico“ überkleben. „Wir fordern das Verbot weiterer Ferienwohnungen und die Reduzierung der Zahl der bereits bestehenden“, sagt Massimo Torelli, einer der Sprecher der Bewegung: „Studenten und Arbeiter finden keinen bezahlbaren Wohnraum mehr. Florenz stirbt am ungebremsten Tourismus und an der Spekulation.“ Seit 2016 sind die Mieten in der Innenstadt von Florenz um 42 Prozent gestiegen. Bürgermeisterin Sara Funaro hat Maßnahmen versprochen, ohne Einzelheiten zu nennen. „Wir sind überzeugt, dass die Stadt zuerst ihren Bürgern gehört“, sagt sie.

Rom erwägt ein Eintrittsgeld für den Trevi-Brunnen

Auch anderswo ringen Bürgermeister um Antworten. In Rom wurde die Restaurierung des Trevi-Brunnens für das Heilige Jahr 2025 zum Anlass genommen, einen Steg über das weltberühmte Kunstwerk zu errichten. Von dort haben Besucher zwar einen besseren Blick auf die Skulpturen der Wasserwesen um den Meeresgott Oceanus. Aber Münzen dürfen sie – bei einer Strafe von 50 Euro – nicht in den leergepumpten Brunnen werfen, sondern nur in ein kleines, mit Wasser gefülltes Ersatzbassin. Der hufeisenförmige Steg über das knapp 50 Meter breite Brunnenbecken kann nur in kleinen Gruppen bestiegen werden. Während der Öffnungszeiten von 9 bis 21 Uhr regeln Hostessen den Zugang. Noch ist der Zutritt kostenlos, nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten soll im kommenden Jahr dann ein Eintrittsgeld von bis zu zwei Euro erhoben werden. Ob mit der Maßnahme eine Reduzierung der jährlich gut vier Millionen Besucher des weltberühmten Brunnens erreicht werden kann, steht dahin.

In Venedig hat die Erhebung eines Eintrittspreises für Tagesbesucher in Höhe von fünf Euro an einigen Wochenenden der Vorsaison nicht zu der erhofften Reduzierung oder wenigstens zur Entzerrung der Besuchermassen von gut 15 Millionen jährlich geführt. 2025 soll der Preis verdoppelt werden, doch eine abschreckende Wirkung werden auch zehn Euro kaum entfalten.

Eine feste Obergrenze für Besucher führt der Archäologiepark in Pompeji nahe Neapel ein. Weil allein in diesem Sommer rund vier Millionen Touristen die bei einem Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 n.Chr. unter einer heißen Ascheschicht versunkene und erst Jahrhunderte später wieder freigelegte Stadt besucht haben, werden vom 15. November an höchstens 20.000 Tickets pro Tag verkauft. Eine noch höhere Zahl von Menschen stelle ein Risiko sowohl für die Besucher selbst als vor allem für „das einzigartige und zerbrechliche Erbe“ der Ausgrabungsstätte dar, begründete die Leitung des Parks die Entscheidung.

Auch auf der „Via dell’Amore“, dem „Liebesweg“ über den pittoresken einstigen Fischerdörfern Cinque Terre in Ligurien, gibt es eine fixe Obergrenze. Vor dem verheerenden Erdrutsch im Jahr 2012 hatten sich rund 3,5 Millionen Menschen jährlich auf dem engen Weg gedrängt. Die Instandsetzung des 900 Meter langen Wegs über den Klippen dauerte gut zwölf Jahre. Seit August ist der Weg wieder geöffnet – zu Preisen ab 12,50 Euro pro Person. Jede Viertelstunde werden nur hundert Besucher zugelassen, es gibt feste Öffnungszeiten. Ende Oktober musste der Weg wegen eines neuerlichen Erdrutsches für unbestimmte Zeit wieder geschlossen werden. Die Zahl der Besucher von Cinque Terre war auch in den Jahren der Sperrung der „Via dell‘Amore“ stetig gestiegen.

#これはイタリアの都市が殺到する観光客と戦うために行っていることです

執筆者について: nipponese

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